"Tu deinen Mund auf für die Stummen":

Gedenktafel für die israelitische Taubstummenanstalt

Auf der Gedenktafel, die am 31.05.2001 an der Stephanus-Schule im Rahmen einer Feierstunde enthüllt wurde, steht geschrieben:

"Tu deinen Mund auf für die Stummen" Sprüche 31,8

Von 1890 bis 1942 befand sich in diesem Haus die Israelitische Taubstummen-Anstalt Berlin-Weißensee.

Die hier lebenden jüdischen Kinder und Erwachsenen wurden 1942 in nationalsozialistische Vernichtungslager deportiert.

Den Toten zum Gedenken, den Lebenden zur Mahnung.

Anmerkung der IGJAD zur ITA:

Weiterhin möchten wir noch bzgl. der ITA mitteilen, dass die Jewish Claim Conference als Entschädigungsvertreter für die ITA aufgetreten ist und 1997 das Haus in der Parkstrasse an die Stephanus-Stiftung verkauft hat. (siehe unter 1997 in http://www.stephanus-stiftung.de/Publikationen/Chronik/04/index.html) Hierfür sollte sich unseres Erachtens die Jewish Claim Conference auch an Projekten für gehörlose Juden beteiligen. Der Grund ist folgender: Der verstorbene Chaim Apter sel. A., ITA-Zögling und Gründer sowie damaliger Generalsekretär des WOJD beantragte die Rückgabe des Hauses zugunsten gehörloser Juden. Leider wurde dies abgelehnt und so werden auf der ITA heute keine gehörlosen Juden unterrichtet, sondern auf christlicher Ebene und für andere Behinderte gelehrt (Gehörlose sind nicht als Behinderte aufzufassen, sondern als kulturelle Minderheit!). Die ITA hatte das Ziel, höhere Bildung für die jüdischen Gehörlosen zu gewährleisten. Tatsächlich wurden im 19. Jahrhundert in ganz Deutschland vornehmlich christliche Gehörlose in Schulen aufgenommen (Die allgemeine dt. Schulpflicht wurde in der Weimarer Republik 1919 eingeführt!), um ihnen die christliche Lehre zu vermitteln. Gehörlose Juden wurden hingegen vom Schulbetrieb ausgeschlossen. Dies war der Hauptgrund und die Motivation für Markus Reich eine reine gehörlose-jüdische Schule zu gründen.

Israelitische Taubstummen-Anstalt (ITA) Berlin-Weißensee 1873 bis 1942

Von Ruth Scholz

ITA 1937
ITA 2001

Ich möchte Ihnen einen kleinen Einblick in die bewegte Geschichte der Israelitischen Taubstummen-Anstalt Berlin-Weißensee geben, die wesentlich durch die Familie Reich geprägt wurde. Es wäre sehr interessant, etwas über die Pädagogik und das Leben in der Anstalt zu berichten, das würde aber den Rahmen unserer heutigen Veranstaltung überschreiten.

Am 15. April 1844 wurde der Gründer Markus Reich in Kolin/Böhmen als Sohn eines Kunstglasers geboren. Er besuchte nur die Volksschule, verließ als 13-jähriger das Elternhaus und arbeitete 7 Jahre als Hauslehrer. In dieser Zeit machte er auch seinen Realschulabschluss. Die Begegnung mit einem an der Taubstummenanstalt in Wien ausgebildeten sprechenden, gehörlosen jungen Mann ließ in Reich den Entschluss reifen, als Taubstummenlehrer solche Kinder zu selbständigen Menschen zu erziehen. Er war dann auf der Jüdischen Lehrer- Bildungsanstalt in Berlin, bildete sich dann autodidaktisch zum Hauslehrer weiter und studierte dann an der Königlichen Taubstummenanstalt in Berlin. Da die Schulpflicht für Taubstumme und Blinde erst 1911 eingeführt wurde, existierten damals nur konfessionelle Einrichtungen, an denen jüdische Kinder nicht aufgenommen bzw. jüdische Eltern überwiegend ihr Kind nicht in eine christliche Anstalt gaben. Deshalb entschloss er sich, selbst eine Schule für Taubstumme zu gründen.

Gründung in Fürstenwalde

Mit Hilfe von Spenden in Höhe 4.500 Mark eröffnete Markus Reich am 15. Juli 1873 in Fürstenwalde/Spree die Israelitische Taubstummenanstalt (ITA) für sieben Kinder (darunter fünf Freistellen für Bedürftige; Reich wollte in seiner Schule nicht nur die Kinder bemittelter Eltern aufnehmen, sondern auch Freistellen für Bedürftige schaffen.) (Hinweis: Die Schulpflicht für Taubstumme und Blinde wurde erst 1911 eingeführt.)

Zuerst fand der Unterricht in der Wohnung von Markus Reich statt, dann pachtete er in Fürstenwalde ein Grundstück in der Neuendorfer Str. 5, einem Stadtteil, der damals gerade erst erschlossen wurde.

1876 wurden Reichs Schüler durch den Generalinspektor des Taubstummenwesens in Preußen, den Geheimen Regierungsrat Saegert, einer Prüfung unterzogen, die Markus Reich bescheinigte, dass "... seine Resultate auch weit hinaus über die Leistungen anderer Lehrer befriedigend" waren. Damit hatte Reich seine Förderer endgültig von der Richtigkeit seines Konzeptes überzeugt, dass gehörlose Kinder durch eine angemessene Bildung und Erziehung zu selbständigen Menschen zu formen sind, die nicht mehr auf die Wohltätigkeit anderer angewiesen sein würden. Reich startete einen zweiten Spendenaufruf an die deutschen Juden mit Unterstützung Berliner jüdischer Persönlichkeiten, der ihm im April 1879 ermöglichte, eine Mädchenabteilung einzurichten. Die Mädchen wurden von Anna Reich (1852-1911), der Schwester von Markus Reich, betreut.

1879 heiratete Markus Reich die Fürstenwalder Tischlermeistertochter Emma Maschke (1857-1931), die ausgebildete Kindergärtnerin (Kindergärtnerinnenseminar von Henriette Goldschmidt in Leipzig) war und sich voll in den Dienst der Taubstummenanstalt stellte. Trotz aller Bemühungen Reichs blieb die finanzielle Grundlage der Israelitischen Taubstummenanstalt unsicher und eine angestrebte Erweiterung konnte nicht ins Auge gefasst werden. Deshalb gründete Reich einen Verein, der die Anstalt unterstützen und durch Mitgliedsbeiträge unterhalten sollte. Er gewann dafür viele jüdische einflussreiche Persönlichkeiten in ganz Deutschland.

Gründung von Jedide Ilmim

Am 15. Januar 1884 gründete er den Verein "Freunde der Taubstummen - Jedide Ilmim" (hebr. für "Freunde der Stummen"). Ab 1893 wurde der Vereinszweck um die Förderung der Berufsausbildung und Gewährung von Beihilfen für die berufliche Existenzgründung erweitert. 1886 waren es 930 Mitglieder in 93 Orten des Deutschen Reiches, später sogar zeitweise bis 8000 Mitglieder.

Anfänge in Weissensee

1888 beschloss der Verein, in Neu-Weißensee ein Grundstück zu kaufen. Noch im gleichen Jahr wurde in der heutigen Parkstraße 22 ein 3024 Quadratmeter großes Grundstück erworben und 1889 ein dreistöckiges Gebäude errichtet. Das Haus war für 62 Schüler konzipiert. Im August 1890 zog Markus Reich mit seiner Familie und zehn Schülern nach Weißensee und begann dort seine Arbeit. Im Januar 1891 ergab eine Revision des Provinzialschulkollegiums der ITA, "... dass sowohl die äußere Einrichtung der Anstalt als auch die erziehliche Wirkung auf die dort aufgenommenen Kinder und die Ordnung des Anstaltslebens Anerkennung verdient."

Die offizielle Einweihung erfolgte am 31. Mai 1891 (genau auf den heutigen Tag vor 110 Jahren). Mit dem Bau des neuen Anstaltsgebäudes war ein entscheidender Fortschritt erreicht worden. Ein weiterer Lehrer konnte eingestellt werden. Es gab trotzdem immer noch Schwierigkeiten bei der Bereitstellung von laufenden Mitteln, um allen Gesuchen gerecht zu werden. Erst nach 1900 erreichte der Verein sein Ziel, für alle in Frage kommenden Kinder die Mittel für die Erziehung in der ITA bereitzustellen. Bis 1930 war eine steigende Schülerzahl zu verzeichnen (1930: 58 Schüler und 5 Lehrer), danach verringerte sie sich sprunghaft.

Am 23. Juli 1893 erhielt der Verein vom Kaiser die Verleihung der Korporationsrechte, womit er als juristische Person und damit auch als tatsächlicher Eigentümer der ITA galt.

Nach 18 Jahren (1908) zeigte sich, dass trotz der großzügigen Konzipierung das Gebäude einer Erweiterung und Modernisierung bedurfte, da die hygienischen und pädagogischen Ansprüche gestiegen waren. Außerdem kam mit der Einführung der Schulpflicht für Taubstumme und Blinde 1911 auch noch Auflagen der Aufsichtsbehörde hinzu. 1908 rief der Verein zur Errichtung eines Baufonds auf. 1911 erfolgte der Anbau des Seitenflügels und ein umfangreicher Umbau. Am 14. April 1912 wurde die Einweihung gefeiert. Die ITA gehörte durch diese Modernisierung und Erweiterung zu den bestausgestatteten Einrichtungen ihrer Art im Deutschen Reich.

Markus Reich erlebte die Einweihung nicht mehr. Er starb am 23. Mai 1911 nach einer Operation. Markus Reich setzte in Deutschland pädagogische Maßstäbe, die wegweisend für die Gehörlosenpädagogik waren. Neben der schulischen Bildung legte Reich großen Wert auf die Ausbildung der handwerklichen Fähigkeiten seiner Schüler, womit er ihnen den späteren Eintritt in die Erwerbstätigkeit sehr erleichterte. Er gehörte damit zu den ersten Pädagogen in Deutschland, die ein besonderes Augenmerk auf den Handfertigungsunterricht legten.

Alle drei Kinder Reichs wurden Taubstummenlehrer und wirkten an der ITA. Nach dem Tode von Markus Reich übernahm Julius Kolodzinsky die Leitung der ITA, während das Internat und die Versorgung der Schüler weiter in der Verantwortung von Emma Reich lagen.

Nach dem ersten Weltkrieg

Die Zeit des 1. Weltkrieges war auch für die ITA schwierig und Einschränkungen belastete die Arbeit. Am 15. April 1919, dem 75. Geburtstag seines Vaters, übernahm Felix Reich (1885-1964) die Leitung der ITA, während Julius Kolodzinsky zum Direktor des jüdischen Waisenhauses in Breslau berufen wurde. Felix Reich hatte Naturwissenschaften und Sprachgebrechen in Berlin und Jena studiert. Seit 1911 war er bereits als Lehrer an der ITA tätig. 1912 promovierte er in Zoologie. 1914 begann er seine Ausbildung als Taubstummenlehrer.

1918 heiratete Reich Erna Kasberger (1889-1940), die nach dem Tode von Emma Reich die Verantwortung für das Internat und die Versorgung der Schüler übernahm. Nach dem 1. Weltkrieg kam die finanziell schwierigste Periode der Anstaltsentwicklung. Infolge der Inflation schmolz das Vereinsvermögen und auch die Zahl der ständigen Mitglieder sank von ca. 7000 im Jahre 1919 auf circa 5000 im Jahre 1926. Dadurch war der Weiterbetrieb der ITA mehr als einmal in Frage gestellt. Außerordentliche Anstrengungen der Anstaltsleitung und des Vereinsvorstandes zur Sicherung der Basis der ITA wurden unternommen. Diese Bemühungen waren von Erfolg gekrönt. 1930 hatte der Verein wieder ca. 7000 Mitglieder.

Seit 1928 beteiligten sich auch andere jüdische Organisationen an der Unterhaltung der Anstalt.1927 konnte ein weiterer und letzter Ankauf zur Erweiterung des Grundstückes getätigt werden. Die an die Parkstraße 22 angrenzende Hälfte des Grundstückes Parkstraße 23 (757 Quadratmeter) wurde erworben. Die andere Hälfte kaufte Adolf Grille (gest. 1935), der seit 1896 gegenüber der ITA seine Gärtnerei betrieben und aus kleinen Anfängen zu einem größeren Unternehmen entwickelt hatte. Die Familien Reich und Grille waren befreundet. Es gab ein herzliches Verhältnis von Adolf Grille zu den Kindern und Lehrern der Anstalt sowie freundliche Unterstützung.

Neue wegweisende Konzepte der Arbeit mit Gehörlosen

1931 richtete Felix Reich einen Kindergarten (in einem 1931 erfolgten kleinen dreistöckigen Anbau) ein. Die Leitung übernahm seine Schwester Elisabeth Reich. Felix Reich unterstützte sehr intensiv den Wunsch vieler Gehörloser, ihnen Möglichkeiten zur höheren Schulbildung und Hochschulausbildung zu bieten. Er forderte neben der Frühbeschulung, der auf zehn Jahre verlängerten allgemeinen Schulpflicht und der Möglichkeit der höheren Schulbildung auch die ständige Weiterbildung Gehörloser ähnlich wie an Volkshochschulen sowie die Schaffung von Voraussetzungen für die Hochschulausbildung, insbesondere in naturwissenschaftlich-technischen Fächern. Im April 1927 wurde an der Staatlichen Taubstummenanstalt in Berlin-Neukölln die von Felix Rech seit Jahren geforderte Aufbauklasse für besonders begabte Gehörlose eingerichtet.

Ausgrenzung und Verfolgung

Am 29. April 1933 wurden noch das 60-jährige Jubiläum der ITA und das 50-jährige des Vereins begangen. Zu diesem Zeitpunkt war Felix Reich bereits als Jude aus dem Bundesvorstand deutscher Taubstummenlehrer ausgeschlossen. Zu den finanziellen Problemen kamen jetzt die Schwierigkeiten der ständig wachsenden Entrechtung der deutschen Juden. Staatliche Zuschüsse wurden gekürzt bzw. entfielen ganz. Hinzu kam die Bedrohung der Gehörlosen durch das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses. Die Bemühungen der Lehrer und des Vereinsvorstandes, die Anstalt in gewohnter Weise fortzuführen gelang nicht mehr.

Viele ausländische Eltern nahmen ihre Kinder nach 1933 aus der Schule. Andererseits kamen nach 1936 von anderen Gehörloseneinrichtungen ausgeschlossene jüdische Kinder nach Weißensee. 1938 musste sich die ITA Jüdische Gehörlosenschule mit Heim nennen.

Am 23. Oktober 1939 wurde die Auflösung des Vereins Jedide Ilmim und dessen Eingliederung in die Reichsvereinigung der Juden in Deutschland angeordnet. Zu dieser Zeit waren bereits ein großer Teil der Vorstandsmitglieder ausgewandert, aber auch Lehrer der ITA.

Emigration nach England

Nach dem Progrom von 1938 gehörte Reich zu den 30.000 Juden, die verhaftet und in eines der drei Konzentrationslager Sachsenhausen, Dachau und Buchenwald verschleppt wurden. Reich war in Sachsenhausen inhaftiert, wurde am 20. Dezember 1938 entlassen. Im Sommer 1939 gelang es Felix Reich zehn Kindergartenkinder der ITA nach London zu bringen. Er erwirkte auch vom britischen Unterrichtsministerium die Erlaubnis, die übrigen Schüler, Lehrer und Angestellten der ITA nach Großbritannien zu holen. Durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges scheiterte dieser Plan. Reich konnte nicht mehr nach Deutschland zurückkehren. Er arbeitete in Großbritannien bis zu seiner Pensionierung als Biologielehrer. Er nahm zwar an Kongressen von Gehörlosenlehrern teil, konnte aber seine reichen pädagogischen Erfahrungen auf diesem Gebiet nie wieder anwenden. Er starb am 2. Januar 1964 in Manchester.

Seine Frau, die seit Jahren an Tuberkulose litt, befand sich bereits längere Zeit zu Heilbehandlungen außerhalb Berlins, zuletzt in Davos in der Schweiz, wo sie 1940 verstarb. Die vier Reich-Kinder blieben in Deutschland und die überwiegend christliche Herkunft der Großeltern der Reich-Kinder bewahrte sie vor der Deportation. Die drei Töchter überlebten in Deutschland und gingen nach dem Krieg nach Großbritannien, Argentinien und Südafrika. Der Sohn ist offenbar gefallen (wie es möglich war, dass er in die Wehrmacht eingezogen wurde, konnte bisher nicht geklärt werden.) zunehmende Diskriminierung und Deportation

Im Februar 1940 waren noch 22 Kinder an der ITA, 4 Lehrer bzw. Betreuer und drei Hauswirtschaftsschülerinnen. Die Turnhalle wurde in ein Altersheim umgebaut., das im April 1940 von den Bewohnern des Altersheimes für jüdische Gehörlose aus Niederschönhausen bezogen wurde. Außerdem wurden Juden aus Schneidemühl untergebracht. Im Oktober/November 1941 wurde die Jüdische Blindenanstalt aus Steglitz nach Weißensee verlegt. Ab Dezember 1941 wird das Gebäude in der Parkstraße 22 als Blinden- und Taubstummenheim bezeichnet.

Im Oktober 41 befand sich die Gehörlosenschule nicht mehr in Weißensee. Die 12 Kinder wurden in der Jüdischen Volksschule in der Schönhauser Allee 162 unterrichtet. 1942 waren die Kinder mit ihrem Lehrer in die VI. Volksschule in der Choriner Str. 74 umgezogen. Über das weitere Schicksal dieser Kinder ist nichts bekannt, doch ist vermutlich, dass niemand die Deportationen überlebt hat.

Am 26. Juni 1942 wurden alle jüdischen Schulen in Berlin aufgelöst. Damit endete auch die Existenz der Israelitischen Taubstummenanstalt Weißensee.

Im April 1942 lebten noch 24 Blinde und Gehörlose in der Parkstraße 22. Die letzten jüdischen Bewohner, neben den Bewohnen des Blinden- und Taubstummenheimes auch einige Angestellte und andere Bewohner, wurden am 15. September 1942 nach Theresienstadt deportiert.

Die Übergabe des Grundstückes an das Bezirksamt Weißensee erfolgte an 10. Dezember 1941. Der Stadtbezirks Weißensee kaufte im Februar 1943 das Grundstück und Gebäude. Nach 1945 wurde das Gebäude weiter vom Bezirksamt genutzt, mindestens bis 1953. Seit spätestens 1955 befand sich die Kreisleitung der SED im dem Gebäude.

1990 erhielt die Stephanus-Stiftung das Gebäude vom Runden Tisch zugesprochen, um in ihrer Trägerschaft eine Schule zu betreiben. Heute lernen hier - in der Stephanus-Schule 82 Kinder und Jugendliche mit geistiger und mehrfacher Behinderung.

Ruth Scholz

(aus: Die Israelitische Taubstummen-Anstalt in Berlin-Weißensee: Monika Sonke, Von der Gründung 1873 bis zur Vernichtung 1942)

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